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ADHS-Test: Habe ich womöglich ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom?

ADHS-Test: Habe ich womöglich ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom?

Wenn das Kind in der Schule auffällig ist, Jugendliche immer herumzappeln und sich nicht konzentrieren, dann ist die Diagnose von Lehrkräften schnell gestellt: Das muss ADHS sein. Aber welche Symptome zeigt ein Kind oder ein junger Erwachsene bei ADHS überhaupt? Gibt es so etwas wie einen ADHS-Test? Wer führt den Test durch? Gibt es einen Selbsttest? Du hast viele Fragen zum Thema ADHS, Test, Symptome und Diagnose – wir haben Antworten auf die häufigsten Fragen.

Wo kann man einen ADHS-Test machen?

Wenn du den Verdacht hegst, unter ADHS zu leiden, solltest du dich erst einmal etwas näher mit der Aufmerksamkeitsstörung beschäftigen. Du erfährst im Internet und über verschiedene Ratgeber, welche Anzeichen es gibt. Checklisten können Hinweise geben, ob ein ADHS-Test überhaupt sinnvoll ist. Hyperaktivität und Impulsivität sind schliesslich eher diffus, beides kann auch auf andere Störungen, Erkrankungen oder schlicht eine energetische Persönlichkeit hinweisen. ADHS-Selbsttests bieten verschiedene Beratungsstellen an, die meisten dieser Institutionen haben die Fragebögen auf ihrer Webseite. Der Selbsttest ist also frei zugänglich. Wenn du allerdings eine Diagnose willst, die vielleicht irgendwann zu einer Behandlung führt, reicht das nicht aus. In diesem Fall solltest du dich an deinen Hausarzt wenden. Er unterzieht dich verschiedenen Untersuchungen (auch körperlichen) und verweist dich dann gegebenenfalls an einen Facharzt.

Wie lange dauert der ADHS-Test für das Kind?

Zu einem ADHS-Test gehört eine tiefergehende Anamnese über Gespräche. Der Arzt befragt nicht nur das betroffene Kind, sondern auch Eltern und Geschwister, vielleicht die Lehrkräfte, Freunde und Betreuungspersonen. Dazu kommen eventuell psychologische Tests: IQ-Tests werden manchmal gemacht, bisweilen wird über Testreihen und Fragebögen das Konzentrationsvermögen überprüft. Möglicherweise ordnet der Arzt eine neurologische Untersuchung an. Das ist individuell verschieden und hängt sowohl von Begleiterkrankungen als auch von den genauen Symptomen ab. Einen richtigen ADHS-Test, der eindeutig und standardisiert ADHS diagnostizieren kann, gibt es nämlich nicht. ADHS äussert sich bei jedem Betroffenen etwas anders, was die Entwicklung eines standardisierten Tests erschwert. Der Kinderarzt ist neben dem Hausarzt die erste Anlaufstelle, wenn du bei deinem Kind ADHS vermutest.

Wie verläuft der ADHS-Test für Erwachsene?

Es gibt keinen ADHS-Test, der die Aufmerksamkeitsstörung so einfach aufzeigen würde. Von einer Anamnese über Gespräche mit den Betroffenen selbst sowie Menschen aus deren direktem Umfeld bis hin zu neurologischen Untersuchungen und psychologischen Tests: Es gibt viele Möglichkeiten, Symptome wie Hyperaktivität, Impulsivität, Konzentrationsprobleme und Organisationsschwierigkeiten einer Störung oder Erkrankung zuzuordnen. Welche Parameter überprüft werden, hängt von den Symptomen ab. Da ADHS und ADS bei jedem Betroffenen andere Symptome zeigen und die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt sind, läuft der Test bei jedem Menschen ein wenig anders ab. Das ist bei Erwachsenen nicht anders als bei Kindern.

Was kostet ein ADHS-Test?

Die Kosten für die Diagnostik und die Behandlung von ADHS werden in der Schweiz von den Krankenkassen übernommen. Wenn du dir Sorgen wegen der Behandlung machst, kannst du Zusatzversicherungen abschliessen: In diesem Fall werden gegebenenfalls auch Kosten für Therapien übernommen, die in der normalen Versicherung nicht abgedeckt sind. Der ADHS-Test wird aber in jedem Fall von den Kassen getragen.

Welche Symptome überprüft der ADHS-Test?

Es gibt mehr als 25 Symptome, die auf ADS oder ADHS deuten. Da viele davon aber auch bei anderen Störungen, geistigen Erkrankungen oder sogar körperlichen Erkrankungen vorkommen, ist der ADHS-Test keine einfache Sache. Abhängig davon, welche Symptome du zeigst, werden erst einmal körperliche Ursachen ausgeschlossen. Danach kommt die weitere Abklärung über Gespräche und Fragebögen. Ärzte arbeiten oft Checklisten ab, die neben den aktuellen Symptomen auch deine Probleme in der Vergangenheit, deine Kindheit sowie deine Interaktion mit Gleichaltrigen in Kindergarten und Schule berücksichtigen. Es wird also bei jedem Betroffenen individuell entschieden, welche Tests notwendig und sinnvoll sind.

Wer stellt die Diagnose ADHS?

Die erste Anlaufstelle ist dein Hausarzt oder (bei Kindern und Jugendlichen) der Kinderarzt. Dort bekommst du neben einer fachlichen Meinung gegebenenfalls eine Überweisung zum Facharzt sowie Tipps, wie du weiter vorgehst. Die Diagnose wird dann in einer Fachklinik gestellt. Es dauert unter Umständen recht lange, bis du eine Diagnose hast, und du wirst mehrere Termine wahrnehmen müssen. ADHS äussert sich bei jedem Menschen anders: Die Symptome sind vielfältig. Daher kann es auch sein, dass du mehrere Fachärzte aufsuchen musst, bevor du eine Diagnose und Hilfe bekommst:

  • Den allgemeinen Gesundheitszustand stellt der Hausarzt oder Kinderarzt fest.
  • Körperliche Symptome werden gegebenenfalls in Fachkliniken überprüft.
  • Eine neurologische Klinik kann untersuchen, ob die typischen Faktoren auf neurologischer Ebene vorhanden sind. Wenn es beispielsweise um Fingertrommeln, Fusswippen und ähnliche repetitive, permanente Bewegungen geht, kann es sich auch um eine Tic-Störung handeln.
  • Psychologische Fachärzte überprüfen, ob die Symptome auf eine Hochbegabung, eine Intelligenzminderung, Autismus oder andere Gegebenheiten zurückzuführen sind.

Gibt es Hilfe bei ADHS?

Es gibt tatsächlich Hilfe bei ADHS. Verschiedene Therapien helfen, die Symptome zu lindern und die Auswirkungen im Alltag weniger spürbar zu machen, eventuelle Folgen der Störung zu beseitigen oder in der Entwicklung zu unterbinden:

  • Verhaltenstherapie und Familientherapie
  • Ergotherapie
  • Logopädie
  • Medikation
  • Elterntraining

Bei den meisten Betroffenen ist eine Mischung verschiedener Therapien zielführend. Deshalb ist der ADHS-Test so wichtig: Er zeigt, welche Symptomatik überwiegt, wo die Stärken und Schwächen der Betroffenen liegen und welche Ansatzpunkte es für eine Therapie gibt.

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