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Alkoholentzug-Symptome: Diese Entzugserscheinungen hat man bei einer Alkoholsucht

Alkoholentzug-Symptome: Diese Entzugserscheinungen hat man bei einer Alkoholsucht

Sei es das Bier zum Feierabend oder das Gläschen Wein zum Fernsehen: Für viele Menschen gehört Alkohol zu einem entspannten Tagesausklang einfach dazu. Daraus kann sich jedoch schnell eine psychische und auch physische Abhängigkeit entwickeln. Ein dauerhaft übertriebener Alkoholgenuss ist für die Gesundheit äusserst schädlich und endet meist im Entzug. Die Entwicklung vom normalen Konsum über den Missbrauch bis hin zur Abhängigkeit ist ein schleichender Prozess. Die mit der Alkoholentwöhnung verbundenen Alkoholentzug-Symptome sind alles andere als angenehm.

Was ist eine Alkoholsucht?

Hast du regelmässig ein starkes Verlangen nach Alkohol und meinst, täglich trinken zu müssen, könnte bereits ein Alkoholismus vorliegen. Experten empfehlen, mindestens zwei Tage in der Woche komplett auf Alkohol zu verzichten, damit sich keine Gewöhnung einstellt. Weiterhin wird empfohlen, täglich nicht mehr als 24 Gramm (Männer) beziehungsweise 12 Gramm (Frauen) reinen Alkohol zu sich zu nehmen. Diese Werte sind schnell erreicht, wenn man bedenkt, dass ein normales Glas Rotwein bereits 18 Gramm Alkohol enthält.

Was sind typische Entzugserscheinungen?

Etwa jede zweite Person entwickelt während des Alkoholentzugs typische Entzugserscheinungen. Sie treten immer dann auf, wenn der Alkoholkonsum stark eingegrenzt oder gar komplett aufgegeben wird. Innere Unruhe und das Verlangen nach Alkohol treten dann ebenso auf wie Kopfschmerzen oder Ängste. Bei etwa jedem fünften Alkoholsüchtigen aber sind die Entzugssymptome deutlich stärker ausgeprägt. Krampfanfälle und Halluzinationen sind ebenfalls Begleiterscheinungen, die während einer Behandlung häufig beobachtet werden. Typischer aber sind die Alkoholentzug-Symptome, die etwa sechs bis 36 Stunden nach dem letzten alkoholischen Getränk auftreten und ein bis zwei Tage anhalten können. Zu diesen zählen:

  • Unruhe
  • Schlafstörungen
  • vermehrtes Schwitzen
  • schnellerer Herzschlag
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Der Entzug findet im günstigsten Fall in einer Klinik unter ärztlicher Aufsicht statt. Diese Entgiftung dauert je nach Art und Ausmass der Abhängigkeit zwischen fünf und sieben Tage. Danach wird eine Entzugstherapie empfohlen. Sie soll dem Suchtkranken dabei helfen, dauerhaft auf den Alkohol zu verzichten. Bei der sogenannten Rückfallprophylaxe kommen unterstützend Medikamente zum Einsatz. Medikamente mit folgenden Inhaltsstoffen werden häufig verschrieben:

  • Disulfiram
  • Acamprosat
  • Naltrexon
  • Baclofen

Wann spricht man von einer Alkoholabhängigkeit?

Ein Arzt kann recht leicht feststellen, ob bereits eine Alkoholabhängigkeit besteht oder nicht. Vor allem die Blutwerte geben Aufschluss über den täglichen Alkoholkonsum. Wer jede Woche mehr als 350 Gramm Alkohol zu sich nimmt, verkürzt sein Leben um etwa fünf Jahre. Ob es sich dann aber schon um eine echte Abhängigkeit handelt, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Immerhin hängt eine Alkoholsucht nicht nur von der Menge des Konsums, sondern auch von der Regelmässigkeit ab.

Wann spricht man von einem bedenklichen Alkoholkonsum?

Wie vorweg bereits erwähnt, sollten Männer am Tag nicht mehr als 24 Gramm reinen Alkohol zu sich nehmen. Bei Frauen sind es sogar nur zwölf Gramm. Diese Menge gilt nach Aussagen von Medizinern als für den Körper unbedenklich. Wer mehr trinkt, schadet seinem Körper. Es wird zudem empfohlen, mindestens einmal im Jahr eine längere Trinkpause von mehreren Wochen durchzuhalten.

Ab wann gilt man als Alkoholiker?

Wenn du Angst hast, du könntest bereits ein Alkoholiker sein, solltest du für eine Weile ein Trinktagebuch führen. Es kann dir helfen, dein Trinkverhalten zu kontrollieren und gegebenenfalls anzupassen.

Was sind die Folgen von zu viel Alkoholkonsum?

Ein übermässiger Alkoholkonsum hat zahlreiche schwerwiegende Folgen. Die Liste der Krankheiten, die durch zu viel Alkohol entstehen können, ist lang. Vornehmlich handelt es sich dabei um Schädigungen an der Leber und den Nieren. Eine Fettleber oder die Leberzirrhose sind die durch übermässigen Alkoholgenuss am häufigsten auftretenden Krankheiten. Doch auch das Herz-Kreislaufsystem leidet deutlich: Der Blutdruck steigt an und die Gefahr für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall ist deutlich erhöht. Auch das Gehirn leidet: Wenn du regelmässig trinkst, wirst du merken, dass du häufiger an Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen leidest. Bei Menschen mit starker Alkoholsucht kann sogar eine Minderung der Intelligenz nachgewiesen werden.

Auch für die Haut ist der Alkoholkonsum alles andere als gut. Wenn du über mehrere Jahre exzessiv trinkst, riskierst du unschöne rote Äderchen im Gesicht, doch nicht nur das: Alkohol schwächt die Abwehrfunktion der Haut, sodass das Risiko für Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte steigt. Ebenso wird das Bindegewebe geschwächt, sodass die Haut nicht mehr prall, sondern eher schlaff aussieht.

Wie kann man einer Abhängigkeit vorbeugen?

Einer Alkoholabhängigkeit kannst du nur durch Abstinenz vorbeugen. Versuche daher, an möglichst vielen Tagen in der Woche ohne Alkohol auszukommen. Je früher man mit dem Trinken anfängt, desto wahrscheinlicher ist es, dass man eine Alkoholsucht entwickelt und irgendwann mit den Entzugserscheinungen klarkommen muss. Eltern haben diesbezüglich eine besonders grosse Verantwortung und sollten ihren Kindern mit gutem Beispiel vorangehen.

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