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Antidepressiva und Nebenwirkungen: Was Psychopharmaka auslösen können

Antidepressiva und Nebenwirkungen: Was Psychopharmaka auslösen können

Antidepressiva sind Medikamente, die zur Verbesserung der psychischen Befindlichkeit beitragen. Hauptsächlich werden sie bei Depressionen oder Krankheiten wie dem Burn-out-Syndrom eingesetzt. Diese Psychopharmaka wirken erst nach einigen Wochen und zeitigen oft unangenehme Symptome. Der Grossteil dieser Nebenwirkungen ist zwar harmlos, doch es gibt auch einige Formen, die zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Viele dieser Antidepressiva-Nebenwirkungen treten auch nach dem Absetzen des Präparats auf und können eine gewisse Zeit anhalten. Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten, etwa wie Antidepressiva wirken und welche unerwünschten Effekte damit verbunden sein können. Bei Antidepressiva-Nebenwirkungen ist jedenfalls immer ein Arzt aufzusuchen.

Was sind Psychopharmaka?

Die Präparate bestehen aus Inhaltsstoffen, die bestimmte Stoffwechselvorgänge im Gehirn beeinflussen. Zu der Gruppe dieser Medikamente zählen unter anderem die Antidepressiva. Daneben existieren noch andere Psychopharmaka wie:

● Stimmungsstabilisierer (Phasenprophylaktika)

● Neuroleptika

● Hypnotika

● Antidementiva

● Psychostimulanzien

Diese Arzneimittel werden in erster Linie bei verschiedenen psychischen Erkrankungen eingesetzt. Dazu zählen beispielsweise die Schizophrenie, bipolare Störungen (manisch-depressiv) oder Epilepsie. Antidementiva sind Arzneimittel, die der Behandlung von Demenzerkrankungen bei älteren Personen dienen. Psychostimulanzien sind Arzneimittel, die antriebssteigernd wirken. Sie werden hauptsächlich beim Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADHS) angewendet.

Welche Nebenwirkungen treten bei der Behandlung einer Depression mit Antidepressiva auf?

Antidepressiva-Nebenwirkungen treten bei den meisten Menschen nach wenigen Tagen auf, in seltenen Fällen schon innerhalb von 24 Stunden nach der ersten Einnahme. Klinischen Studien zufolge leidet rund die Hälfte aller Patienten innerhalb der ersten Wochen an schwachen Nebenwirkungen. Bei drei von 100 Patienten sind die Nebenwirkungen so stark, dass sie die Behandlung abbrechen müssen. Zu den häufigsten dieser unerwünschten Folgen zählen:

● Blutdruckschwankungen

● Schwindel

● Appetitlosigkeit

● Müdigkeit oder Schlafstörungen

● Beschwerden im Magen-Darmtrakt

● sexuelles Desinteresse

● Lichtempfindlichkeit der Haut

Welche Nebenwirkungen können gefährlich sein?

Zum Glück haben Antidepressiva nur wenige wirklich gefährliche Nebeneffekte. Diese treten in erster Linie bei einer Überdosierung oder infolge einer Wechselwirkung mit anderen Medikamenten auf. Aus diesem Grund sind die Arzneimittel rezeptpflichtig und müssen auf jedem Fall von einem Arzt verordnet werden. Er entscheidet über die Art des Antidepressivums sowie über dessen Dosierung. Zu einem der potenziell gefährlichen Symptome kann das sogenannte Serotonin-Syndrom werden. Es zeigt sich bereits innerhalb von 24 Stunden nach der Aufnahme des Medikaments und ähnelt einem grippalen Effekt. Unruhe, Zittern (Tremor) oder Halluzinationen können die Folgen sein. In schweren Fällen kommt es zu Herzrhythmusstörungen und zur Bildung von Blutgerinnsel, die schliesslich zu einem Multiorganversagen und zum Tod führen können.

Wie sieht die Behandlung bei Nebenwirkungen aus?

Treten Nebeneffekte auf, muss sofort der Arzt informiert werden. Nur er kann über die richtige Behandlung entscheiden. Ein eigenmächtiges Absetzen der Antidepressiva ist auf jeden Fall zu unterlassen, da in diesem Fall ebenfalls schwere Risiken auftreten können. Viele Patienten neigen auch dazu, die Dosis selbst zu bestimmen. Diese Methode ist nicht sinnvoll. Ergeben sich erste Anzeichen für Nebeneffekte, kann nur ein Mediziner die richtige Therapie verordnen. Er wird in den meisten Fällen das Präparat absetzen und durch ein anderes ähnliches Arzneimittel ersetzen. Ein sofortiger Stopp der Einnahme ohne Informationen vom Arzt kann zu schweren Entzugserscheinungen führen.

Wann setzt der Arzt Antidepressiva ein?

Bei leichten Depressionen wird der Arzt wahrscheinlich eine Psychotherapie verordnen. Bei einer länger andauernden Depression oder in schwereren Fällen werden zu Beginn einer geeigneten Therapie Medikamente verabreicht. In vielen Fällen verschreiben Ärzte jedoch gleich Antidepressiva. Die Wirkungsweise dieser Medikamente ist schon seit längerer Zeit wissenschaftlich gesichert und bewiesen. Oft verschreiben Mediziner diese Präparate aber auch erst, wenn alle anderen alternativen Behandlungsmethoden scheitern. Ausschlaggebend für die Wahl eines Antidepressivums sind vor allem die persönlichen Eigenschaften des Patienten, seine Vorerkrankungen sowie die Einnahme anderer Medikamente und Wirkstoffe. Das ist besonders wichtig, um das Auftreten von Nebenwirkungen zu vermeiden.

Wie wirken Antidepressiva?

Ein Antidepressivum greift in den Stoffwechselprozess des Gehirns ein. In den meisten Fällen wird dabei die Ausschüttung von sogenannten Glückshormonen wie Dopamin oder Serotonin gefördert oder ihre Wiederaufnahme im Blutkreislauf gehemmt. Viele dieser Antidepressiva sind Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Dopamin-Wiederaufnahmehemmer. Nachdem der Körper diese Neurotransmitter ausgeschüttet hat, bleiben die biochemischen Botenstoffe durch das Medikament länger im Blut und somit aktiv. Dadurch verbessert sich die allgemeine Stimmungslage des Patienten und mit der Zeit verschwinden depressive Verstimmungen.

Wie lange dauert die Wirkung der Medikamente?

Die Wirkung dieser Präparate ist nicht sofort spürbar, sondern setzt erst nach zehn Tagen bis zwei Wochen ein. Wenn sich der gewünschte Erfolg nicht einstellt, erhöht der Arzt die Dosis oder greift auf ein anderes Präparat zurück. Nach der erfolgreichen Einnahme der Medikamente und dem Abklingen der Depression müssen Antidepressiva jedoch noch bis zu einem halben Jahr lang weiter eingenommen und danach schrittweise abgesetzt werden. Das ist notwendig, da auch beim Absetzen des Antidepressivums unerwünschte Symptome auftreten können. Die häufigsten Beschwerden sind in diesem Fall Zittern der Hände (Tremor), Schwindel und Übelkeit.

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