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Boreout: Definition, Ursachen und Lösungen

Boreout: Definition, Ursachen und Lösungen

Während der Burnout heutzutage eine gesellschaftlich akzeptierte Krankheit ist, kämpft der Boreout noch immer um Anerkennung. Dabei ergaben Studien, dass sich beinahe jeder siebte Mitarbeiter dauerhaft unterfordert fühlt. Die Unterforderung führt zu Desinteresse, mangelnder Produktivität und im schlimmsten Fall zu einer inneren Kündigung. Erschwerend kommt hinzu, dass Mitarbeiter, die an Langweile leiden, oftmals versuchen, Beschäftigung vorzutäuschen und dabei Aufgaben überproportional in die Länge ziehen. Das Syndrom hat somit nicht nur negative Auswirkungen auf den Arbeitnehmer, sondern auch auf den Arbeitgeber. Doch wie erkennt man einen Boreout überhaupt und welche Tipps und Tricks helfen gegen die Langeweile am Arbeitsplatz?

Was ist ein Boreout?

Unter einem Boreout versteht man den Zustand einer chronischen Unterforderung am Arbeitsplatz. Die Unterforderung geht mit einer Reihe von unterschiedlichen Beschwerden einher und birgt ernstzunehmende Gefahren für den Mitarbeiter und den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Die drei charakteristischen Merkmale eines Boreouts sind:

  • Langeweile
  • Desinteresse
  • Unterforderung

Welche Symptome zeigen sich bei einem Boreout?

Beinahe jeder Arbeitnehmer fühlt sich an seinem Arbeitsplatz gelegentlich gelangweilt oder unterfordert. Dieser Umstand alleine ist noch kein Indiz für einen Boreout. Erst wenn sich dieser Zustand über einen längeren Zeitraum manifestiert und weitere Symptome mit sich bringt, besteht der Verdacht, an einem Boreout erkrankt zu sein. Die ersten Warnzeichen sind oftmals Lustlosigkeit und Antriebslosigkeit. Zudem deuten auch Müdigkeit im Büro sowie Schlafstörung, Gereiztheit oder eine generelle Unzufriedenheit mit dem Job darauf hin, dass sich ein Boreout anbahnt. Wird die Krankheit nicht korrekt diagnostiziert und schreitet sie ohne Behandlung voran, treten für gewöhnlich weitere Symptome auf. Die gängigsten Indikatoren sind:

  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Vermehrte Anfälligkeit für Infektionen
  • Tinnitus
  • Rückenschmerzen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Innere Unruhe
  • Schwermut
  • Stimmungsschwankungen
  • Gedächtnislücken
  • Depressionen

Welche Faktoren begünstigen einen Boreout?

Menschen lieben es im Allgemeinen, sinnvollen und herausfordernden Tätigkeiten nachzugehen, die Erfolg mit sich bringen. Fehlen die Erfolgserlebnisse und die damit einhergehende Anerkennung im Arbeitsalltag, entsteht ein Gefühl der mangelnden Wertschätzung. Gibt es zudem kein oder nur geringes Feedback von der Führungsebene, werden die eigenen Aufgaben schnell als irrelevant wahrgenommen und Langweile macht sich breit. Dabei sind Mitarbeiter, die an einem Boreout leiden, meist überdurchschnittlich motiviert, wodurch sich die fehlende Anerkennung sehr rasch negativ auf das Selbstbewusstsein auswirkt.

Welche Mitarbeiter haben ein besonders hohes Risiko, einen Boreout zu erleiden?

Nicht jede Personengruppe ist gleich stark von einem Boreout betroffen. So zeigen Studien, dass bestimmte Charaktereigenschaften Arbeitnehmer resistenter oder anfälliger für ein Boreout machen. Besonders Menschen, die an Kommunikationshemmungen leiden und auch Mitarbeiter, die Angst vor Veränderungen haben, sind besonders häufig betroffen. Zudem haben auch motivierte und leistungsbereite Arbeitnehmer, die über eine exzellente Ausbildung Verfügung ein grösseres Risiko, an einem Boreout zu erkranken.

Welche Branchen und Arbeiten sind von Boreout betroffen?

Prinzipiell ist keine Berufsgruppe in der Arbeitswelt vor einem Boreout gefeit. Dennoch gibt es bestimmte Branchen, in denen monotone Arbeitsabläufe vorherrschen, wodurch diese stärker betroffen sind. Die meistgefährdete Branche ist hierbei der Dienstleistungssektor, wobei Callcenter-Mitarbeiter, Busfahrer oder Kellner weitaus häufiger an einem Boreout erkranken als andere Berufsgruppen. Zudem begünstigen auch monotone Arbeiten in Einzelbüros sowie lange Geschäftsreisen und Tätigkeiten in Industrie und Landwirtschaft die Entstehung eines Boreouts.

Was kann ich gegen Langeweile und Unterforderung im Job tun?

Betroffene sind nicht machtlos gegenüber einem Boreout. Dabei muss es nicht immer gleich ein Jobwechsel sein. Oftmals ist es ausreichend, selbst die Initiative zu ergreifen und ein Mitarbeitergespräch zu initiieren. Dieses Gespräch bietet die Chance, eine Bestandsaufnahme zu machen und mit den Führungskräften über Perspektiven und neue Aufgabenfelder zu sprechen. Bringt das Gespräch nicht den gewünschten Erfolg, besteht die Möglichkeit, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nach einer Diagnose durch den Facharzt lassen sich, je nach Schweregrad der Erkrankung, geeignete medikamentöse und therapeutische Massnahmen einleiten. Professionelle Therapeuten helfen Patienten dabei, die Ursachen des Boreouts zu finden. Gleichzeitig ist es während einer Therapie möglich, Chancen zu entdecken und berufliche sowie private Veränderungen einzuleiten. Ein geeigneter intellektueller Ausgleich in der Freizeit sowie Weiterbildungen oder der Aufbau eines eigenen Geschäfts oder Nebenerwerbs sind beispielsweise gangbare Lösungen, um die Langeweile am Arbeitsplatz abzuschwächen.

Warum ist Boreout auch ein Arbeitgeberproblem?

Eine andauernde Langeweile am Arbeitsplatz verringert die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters. Im Gegensatz dazu machen anspruchsvolle Aufgaben, die zeitlich begrenzt zu Überforderung und Stress führen, Mitarbeiter belastbarer und produktiver. Zudem tendieren Menschen, die sich in der Arbeit unterfordert fühlen, dazu, Aufgaben künstlich in die Länge zu ziehen, um damit eine Vollbeschäftigung vorzutäuschen. Eine weitere Strategie ist die Ablenkung. Ausgiebiges Surfen in den sozialen Medien sowie Urlaubsplanungen in der Arbeitszeit bieten dem Betroffenen zwar Zerstreuung, wirken sich jedoch negativ auf die betriebliche Wertschöpfung aus. Um dieses Problem zu lösen, bedarf es eines klugen Personalmanagements, welches die Aufgaben und die Auslastung der Mitarbeiter durchgehend überprüft und bei Bedarf adaptiert. Zusätzlich liegt es in der Verantwortung des Personalmanagements, die Führungskräfte zu sensibilisieren und darauf hinzuweisen, jedem Mitarbeiter regelmässig Feedback zu geben und jeden Arbeitnehmer für gute Ergebnisse ausreichend zu loben.

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