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Eheberatung, Beziehungscoaching oder Familientherapie? Ein Überblick über die Beratungsangebote im Kanton Zürich

Eheberatung, Beziehungscoaching oder Familientherapie? Ein Überblick über die Beratungsangebote im Kanton Zürich

Eine Partnerschaft in Schieflage ist längst kein Grund mehr für verschämtes Schweigen. Wer sich an einen Therapeuten wendet, kann sicher sein, dass sein Anliegen keineswegs ungewöhnlich ist. Alltagsprobleme und Spannungen setzen allen Paaren zu, die klugen lassen sich durch eine Eheberatung oder Paarberatung helfen. Wer sich plötzlich in einer unglücklichen Beziehung wiederfindet, weiss oft gar nicht, was eigentlich passiert ist. Solange man darüber schweigt, kreisen die Gedanken endlos im Kopf: Was ist seit der Hochzeit eigentlich geschehen, warum machen wir uns ständig Vorwürfe und wer ist schuld am fehlenden Sex? An dieser Stelle kann ein Gesprächstermin mit einem Profi helfen.

Wer kann eine Paarberatung durchführen?

Die Begriffe „Eheberatung“ und „Eheberater“ sind rein informatorischer Natur. Das heisst, sie beschreiben nur die Tätigkeit, die eine Person ausübt. Um Eheberatungen durchführen zu dürfen, gibt es keine Zulassungsbeschränkungen. Daher kann sich jeder einfach als Eheberater niederlassen und sich Paartherapeut, Beziehungscoach oder Lebensberater nennen.

Ist ein Eheberater „Psychologe“, weist dies darauf hin, dass er ein Psychologiestudium erfolgreich absolviert hat. Ein „Psychotherapeut“ ist ein Psychologe oder Mediziner mit einer Zusatzausbildung. Beide Berufsbezeichnungen dürfen nur von den Berechtigten geführt werden und liefern einen Anhaltspunkt, dass diese Eheberater über einen soliden, wissenschaftlichen Hintergrund verfügen.

Es ist nicht zwangsläufig so, dass Psychologen und Psychotherapeuten die besseren Ergebnisse erzielen. Andere Beziehungsberater können ebenfalls qualifiziert und kompetent sein. Psychologen und Psychotherapeuten haben einen Vorteil: Falls einer der beiden zu Beratenden ein psychisches Problem hat, können sie das nicht nur erkennen, sondern ggf. auch behandeln – dann im Rahmen einer Einzeltherapie.

Mediatoren haben eine Sonderstellung unter den Beratern, denn sie sind überwiegend Juristen. Kernaufgabe der Mediation ist Rechtsberatung mit dem Ziel, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Mediatoren kommen daher meist erst dann zum Einsatz, wenn eine Scheidung ansteht und rechtliche Fragen zu klären sind. Anders als Anwälte vertreten sie nicht nur eine Partei, sondern bemühen sich um Lösungen, die beide Seiten zufriedenstellen und den Streit schlichten können.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, eine Beratungsstelle aufzusuchen?

Die Antwort auf diese Frage lautet immer „jetzt“. Die statistische Auswertung der Erfahrung vieler Eheberater hat gezeigt, dass die meisten Paare Jahre brauchen, bevor sie den Weg zur Paarberatung antreten. In dieser Zeit kann sich ein Problem unnötig festsetzen und später auch mit therapeutischer Hilfe umso schwerer zu lösen sein.

Professionelle Unterstützung ist sinnvoll, wenn ein Paar ein regelmässig wiederkehrendes Thema nicht allein bewältigen kann. Die Beteiligten merken dann nur, dass sie sich immer wieder aus gleichem oder ähnlichem Grund streiten, ohne den Konflikt mit eigener Kraft aus der Welt schaffen zu können.

Wie ist der Ablauf einer Paartherapie?

Jede Paarberatung beginnt mit dem gegenseitigen Kennenlernen. Es ist wichtig, dass ein Minimum an Sympathie zwischen dem Berater und seinen Klienten herrscht. Zuerst macht sich der Berater ein Bild von den Schwierigkeiten des Paares. In der Mehrheit der Fälle entstehen Konflikte aus ungünstigen Kommunikations- und Verhaltensmustern. Die Lösung besteht darin, sie zu verändern. Das übt das Paar dann unter der Anleitung des Profis – eventuell auch mit „Hausaufgaben“.

Die Dauer einer Eheberatung kann sehr unterschiedlich sein. Üblich ist, sich regelmässig in der Praxis zu treffen – je nach Dringlichkeit kann das etwa einmal pro Woche oder Monat stattfinden.

Kann eine Paartherapie jede Beziehung retten?

Leider können sich im Laufe der Beratung Schwierigkeiten zeigen, die sich auch nicht mit Hilfe des Beraters bewältigen lassen. Sind alle Bemühungen vergeblich, kann das Ziel einer Eheberatung nur noch darin bestehen, sicher herauszuarbeiten, dass eine Trennung unumgänglich ist.

In diesem Fall kann die Beratung aber helfen, die Trennung ruhig und im beiderseitigen Einvernehmen durchzuführen. Ausserdem ist die Gewissheit, immerhin alles versucht zu haben, oft tröstlich für die Getrennten.

Welche Kosten können entstehen?

Die Honorarsätze in der Beziehungsberatung sind recht unterschiedlich. Für Mediatoren, Psychologen und Psychotherapeuten gelten Richtlinien ihrer Berufsverbände. Alle anderen können ihr Honorar frei vereinbaren, so dass sich eine breite Spanne ergibt.

Günstiger ist meist eine Beratungsstelle der Kirche. Du kannst Dich auch nach Familienberatung in Deinem Kanton erkundigen. Öffentliche und kirchliche Institutionen sind häufig mehr auf Ratsuchende mit Kindern ausgerichtet und haben neben der Elternbeziehung auch die ganze Familie im Blick. Kirchen und gemeinnützige Einrichtungen berechnen ihre Beratungsleistung meistens abhängig vom Einkommen der Klienten.

Die Krankenversicherungen zahlen bei einer reinen Paartherapie nicht. Eine Ausnahme stellen lediglich die Fälle dar, wo die Paartherapie ein psychisches Problem aufdeckt und zu einer Einzeltherapie führt. Diese Psychotherapie übernimmt die Krankenkasse dann.

Hilft es einfach ein Buch zu lesen?

Selbstverständlich kannst Du versuchen, Deine Situation zu verbessern, indem Du ein Selbsthilfebuch oder einen Artikel zu Deinem Thema liest. Viele Beziehungscoaches sind auch Bestsellerautoren und beschreiben Beispiele aus ihrer Praxis. Du kannst diese Lektüre nutzen, um eine Paartherapie vorzubereiten oder zu unterstützen, wenn eine Lösung sich nicht allein damit herbeiführen lässt. Eventuell empfiehlt der Therapeut ein Ratgeberbuch.

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