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Hypnosetherapie: Behandlung im Trancezustand

Hypnosetherapie: Behandlung im Trancezustand

Die Hypnosetherapie versetzt Menschen in einen Dämmerzustand, der ihnen zu mentalen Problemlösungen verhelfen soll. Noch immer haftet der Hypnose ein geheimnisvolles Image an und flösst Menschen Respekt ein. Manch einer fürchtet sich davor, scheinbar die Kontrolle über das Unterbewusstsein an den Behandler abzugeben, denn im Hynosezustand sind Personen leicht zu beeinflussen. Doch viele Techniken sind inzwischen gut erprobt und die Erfolge sprechen für sich. So eignet sich die Hypnosepsychotherapie gut für Menschen, die an Angst oder konkreten Phobien leiden. Auch das Schmerzempfinden weiss die Hypnose auszutricksen: Hypnotisierte Menschen ertragen operative Eingriffe ohne Betäubung, für die normalerweise eine Narkose notwendig ist.

Was ist Hypnosetherapie?

Die Hypnosetherapie ist eine therapeutische Technik, die Suggestion und Kommunikation mit dem Unterbewussten des Patienten für die Ziele der Behandlung nutzt. Sie kommt bei zahlreichen seelischen Problemen zum Einsatz, etwa bei Ängsten und Phobien, aber auch bei körperlichen Schmerzzuständen. In manchen Fällen ersetzt sie sogar die Narkose bei Operationen, etwa wenn diese aufgrund des Alters der Patienten zu riskant ist. Beispiele wie diese veranschaulichen die Wirksamkeit und Macht, die die hypnosystemisch herbeigeführten Dämmerzustände bei den Betroffenen haben. Die Hypnosetherapie eignet sich auch zur Behandlung von Süchten und unterstützt Menschen dabei, mit dem Rauchen aufzuhören.

Wie geht der Therapeut vor?

Der Therapeut Milton Erickson hat die Hypnosetherapie, wie wir sie heute kennen, bedeutend geprägt. Im Zentrum seines Ansatzes steht die Kommunikation zwischen dem Hypnotiseur und dem Patienten. Mittels Unterstützung und Anleitung durch den Coach tritt der Klient in einen hypnotisierten Zustand ein. In dieser Situation ist der Patient tief entspannt, sein Unbewusstes ist offen für konstruktiven Input. Daraus ergibt sich die Chance für Veränderungen, etwa von mentalen und emotionalen Verhaltensmustern, aber auch dem Schmerzempfinden. Der Patient übt weniger Kontrolle über seinen Geist aus als im normalen Zustand. Durch Geschichten, Metaphern und weitere sprachliche Mittel inspiriert der Behandler den Patienten zu neuen, kreativen Einfällen für die Behandlung und Lösung von Beschwerden.

Wie oft muss der Klient die Praxis besuchen?

Die Anzahl der notwendigen Sitzungen im Hypnosecenter hängt von den individuellen Beschwerden ab. Tendenziell erfordert die Hypnosetherapie aber weniger Zeit als klassische Formen der Psychotherapie, etwa die Psychoanalyse. So sind bei vielen Patienten bereits einige Sitzungen in der Praxis mit Hypnosetherapie ausreichend. Essenziell für wirksame und rasche Ergebnisse der Hypnosepsychotherapie ist das Vertrauensverhältnis zwischen dem Patienten und dem Behandler. Prinzipiell ist auch eine Kombination der Hypnosetherapie mit anderen psychotherapeutischen Methoden möglich. In diesem Fall kann die Hypnosetherapie in einen längeren Therapieverlauf eingebettet sein. Überdies kann der Trainer den Klienten in Selbsthypnose schulen. Die erlernten Fertigkeiten kannst du auch über den therapeutischen Kontext hinaus anwenden. Dabei lernst du meist auch Techniken zur Tiefenentspannung.

Welche Ängste lindert die Hypnosetherapie?

Die Hypnosetherapie zeigt beachtliche Erfolge bei der Behandlung diverser Phobien und Panikattacken. Die Betroffenen sprechen meist gut auf Hypnose an. Das liegt daran, dass panische Zustände Parallelen zu hypnotischen Situationen aufweisen. Experten vergleichen phobische Attacken mit der Trance bei Hypnose, weil die Kontrolle des Verstandes in beiden Fällen in den Hintergrund rückt. Beispielsweise verändert sich die Zeitwahrnehmung und Sekunden erscheinen wie Minuten. Phobische Patienten besitzen meist eine sehr gute Imaginationskraft und malen sich Szenarien bildlich aus, etwa das befürchtete Zusammentreffen mit einer Spinne.

Hilft die Hypnosetherapie bei Schmerzen?

Die Hypnosetherapie eignet sich neben phobischen Klienten auch für die Behandlung von Schmerzpatienten. Ein besonderes Augenmerk der Hypnosetherapie liegt dabei auf der temporären Ausschaltung des Schmerzempfindens. Hypnosetechnik ist in der Lage, die Sensibilität gezielter Bereiche im Gehirn zu aktivieren oder zu inaktivieren. Durch das Ausschalten von Hirnarealen, die für Schmerz zuständig sind, sind sogar Operationen ohne Narkose möglich. Dies zeigt sich beispielsweise an zahnmedizinischen Behandlungen oder in der Chirurgie. Weitere Erfolge bewies die Hypnosetherapie bei Schmerzen im Rahmen der Geburt oder bei Krebserkrankungen. Die Hypnosetherapie kommt bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zum Einsatz.

Wann ist keine Hypnosepsychotherapie möglich?

Es gibt einige psychische Erkrankungen oder Störungen, die eine Hypnosetherapie kontraindizieren. Dazu gehören etwa die Psychose, Paranoia sowie manische Zustände. Bei weiteren Erkrankungen müssen wir uns fragen, ob ein Einsatz der Hypnosetherapie vertretbar ist. So besteht bei Personen mit Borderline das Risiko, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Behandler und Klient während des hypnotischen Dämmerzustandes Schaden nimmt, was unbedingt zu vermeiden ist. Ähnliches gilt für Störungen im Zusammenhang mit Narzissmus. Allerdings eignet sich die Hypnosetherapie für Menschen mit schweren Traumata. In diesen Fällen muss der Behandler im Hypnosecenter jedoch ein enormes Mass an Empathie aufbringen.

Wie erfolgt die Ausbildung zur Hypnosetherapie?

In der Schweiz gibt es Richtlinien für die Ausbildung in Hypnosetherapie, die das Ziel haben, die Qualität von Lehrgängen sicherzustellen. Die komplette Dauer der Lehre in der Hypnosetherapie sollte fünf Semester betragen. Dabei dauert die Grundausbildung laut Empfehlung zwei bis vier Semester. Hinzu kommen Praktika, Supervision und Prüfungsvorbereitung. Viele Psychotherapeuten mit Ausbildung erwerben die Hypnosetherapie als Zusatzqualifikation und bieten sie in ihrer Praxis an.

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