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Mobbing am Arbeitsplatz – die tägliche Tortur für Betroffene

Mobbing am Arbeitsplatz – die tägliche Tortur für Betroffene

Wenn Menschen Tag für Tag zusammenarbeiten, können Konflikte entstehen. Werden diese nicht gelöst, leidet das Arbeitsklima darunter. Aber Mobbing ist mehr als ein normaler Konflikt und hat häufig schwerwiegende Folgen für Betroffene. Begünstigt wird Mobbing oft durch fehlende Kommunikation am Arbeitsplatz. Auch Themen wie Neid und Konkurrenzkampf spielen mitunter eine Rolle. Bist auch du von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen, darfst du die erniedrigenden und demütigenden Handlungen nicht länger dulden und musst etwas dagegen unternehmen. Deine Gesundheit ist ernsthaft gefährdet.

Was ist Mobbing am Arbeitsplatz?

Die Grenze zwischen einem alltäglichen Konflikt und Mobbing ist fliessend. Nicht bei jeder Streitigkeit handelt es sich um Mobbing. Mobbing findet systematisch und über einen längeren Zeitraum statt. Mobber am Arbeitsplatz haben das Ziel, dich zu demütigen und auszugrenzen. Oft wollen sie dich sogar dazu bewegen, deinen Arbeitsplatz aufzugeben und die Kündigung einzureichen.

Mobbinghandlungen müssen nicht zwingend direkt erfolgen, es gibt viele Arten von indirektem Mobbing. Direkte Mobbinghandlungen sind etwa Beleidigungen und Beschimpfen, aber auch jemanden systematisch und über längere Zeit auszugrenzen, ist Mobbing. Indirekt sind etwa Gerüchte, die gestreut, oder Intrigen, die geschmiedet werden.

Die Ursachen für Mobbing sind vielfältig und werden oft begünstigt durch fehlende Kommunikation. Gründe für Mobbing können sein:

  • Konkurrenzkampf
  • Neid
  • Antipathie
  • Missbrauch von Macht
  • Missbrauch der Hierarchie
  • ständige Über- oder Unterforderung

Wo beginnt Mobbing am Arbeitsplatz?

Opfer von Mobbinghandlungen bist du, wenn

  • du daran gehindert wirst, dich auszudrücken.
  • du ständig unterbrochen, beleidigt oder beschimpfst wirst.
  • du ignoriert, ausgeschlossen oder isoliert wirst.
  • falsche Gerüchte über dich verbreitet werden oder du verspottet wirst.
  • dir ungeeignete, absurde oder erniedrigende Arbeiten auferlegt werden.
  • du ungerechtfertigt kritisiert wirst oder dir wichtige Aufgaben entzogen werden.
  • dir Gewalt angedroht wird oder du sexuell belästigt wirst.

Wenn diese Handlungen einmal pro Woche während mindestens sechs Monaten angewendet werden, bist du ein Mobbingopfer. Dabei sind es ein oder mehrere Täter, die ihre Handlungen gegen dich richten. Doch auch wenn es sich nach dieser Definition nicht um Mobbing handelt, müssen Handlungen, die sich gegen dich richten, vom Arbeitgeber ernst genommen und unterbunden werden.

Was ist Mobbing am Arbeitsplatz durch Kollegen?

Wenn Personen, die dir in der Hierarchie deines Arbeitgebers gleichgestellt sind, gegen dich mobben, spricht man von Mobbing am Arbeitsplatz durch Kollegen. Das Mobbing kann durch eine oder mehrere Personen geschehen.

Was ist Mobbing am Arbeitsplatz durch den Chef?

Es gibt Vorgesetzte, die Mobbing dulden. Sie sehen oder hören weg und ignorieren, was vor ihrer Nase abläuft. Dahinter steckt nicht immer eine böse Absicht. Es kann auch aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit sein. Bedenke, dass die vorgesetzte Person nur gegen etwas vorgehen kann, was sie weiss. Mobbingattacken am Arbeitsplatz durch Kollegen geschehen allzu oft im Verborgenen.

Doch manchmal ist der Chef nicht nur die Person, die die Angriffe duldet, sondern er ist der Täter. Dies wird als Bossing bezeichnet. Da Vorgesetzte über mehr Macht verfügen als Kollegen, sind diese Attacken oft besonders gravierend.

Was müssen Arbeitgeber in der Schweiz bei Mobbing tun?

Dein Arbeitgeber muss nicht nur auf deine Gesundheit Rücksicht nehmen, er muss auch deine Persönlichkeit respektieren und schützen. Das besagt das Schweizer Arbeitsrecht. Das heisst, der Arbeitgeber darf Mobbing gegen die bei ihm beschäftigten Arbeitnehmer nicht dulden.

Das Schweizer Bundesgericht hat festgehalten, dass ein Arbeitgeber, der Mobbing nicht verhindert und seine Mitarbeiter nicht schützt, seine Fürsorgepflicht gegenüber diesen verletzt. Dafür kann er finanziell belangt werden. Bist du von Mobbing am Arbeitsplatz betroffen, kannst du Schadenersatz fordern und einklagen, in schwerwiegenden Fällen erhältst du sogar eine Genugtuungssumme. Du siehst, du hast Rechte. Du musst diese aber einfordern, denn ohne Kläger gibt es keinen Richter, wie ein Sprichwort besagt.

An welche Person oder Organisation kann ich mich als Mobbingopfer wenden?

Wenn du unter Mobbing leidest, solltest du dies nicht länger hinnehmen und dir Unterstützung suchen. Denn wenn du nichts dagegen unternimmst, wird sich die Situation nicht ändern. Die erste Ansprechperson ist die Person, die dir direkt vorgesetzt ist. Ist dein Chef der Mobber, kannst du dich auch an dessen Vorgesetzten wenden. In grösseren Betrieben gibt es oft eine Anlaufstelle, an die du dich wenden kannst, teilweise ist dies die Personalabteilung.

Gibt es in deinem Betrieb weder eine Person noch eine Stelle, an die du dich wenden kannst, gibt es Organisationen, Vereine und öffentliche Einrichtungen in der Schweiz, die dir weiterhelfen. An diese Beratungsstellen kannst du dich auch wenden, wenn du dich scheust, mit jemandem innerhalb der Organisation deines Arbeitgebers über das Mobbing am Arbeitsplatz zu sprechen.

Was sind die Folgen von Mobbing am Arbeitsplatz?

Mobbing macht krank und kann schwerwiegende Folgen haben. Mobbingopfer stehen unter Dauerstress und das Selbstvertrauen wird immer kleiner. Der Psychoterror kann sogar dazu führen, dass Betroffene Suizid begehen. Die Folgen können auch noch über Jahre anhalten. Als Mobbingopfer ist es wichtig, dass du dir immer bewusst bist, dass das Verhalten der Mobber schlecht ist und nicht du und dein Verhalten die Schuld daran tragen.

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