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Panikattacken Ursache: Wie entsteht eine Panikstörung?

Panikattacken Ursache: Wie entsteht eine Panikstörung?

Bei einer Panikattacke handelt es sich um einen plötzlich auftretenden Anfall von starker Angst. Er geht mit einer Vielzahl körperlicher Symptome einher. Dazu zählen zum Beispiel Zittern, Schweissausbrüche, Schwindel und Herzklopfen. Der Zustand löst bei den Betroffenen ein starkes Gefühl innerer Unruhe aus, wodurch sich die körperlichen Symptome verstärken. Eine Panikattacke kann wenige Minuten bis Stunden dauern. Die Ursachen für die Entstehung und Aufrechterhaltung einer Panikattacke sind dabei vielfältig.

Warum sind manche Menschen anfälliger für Panikattacken als andere?

Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko, an einer Panikstörung zu erkranken. Anders als häufig vermutet, sind diese Menschen nicht etwa emotional instabiler. Vielmehr spielen hierbei Erfahrungen, aktuelle Lebensumstände und die Kindheit eine wichtige Rolle. Körperliche und seelische Faktoren wirken hier in der Regel zusammen und lösen dann in Kombination sogenannte Panikattacken aus.

Gibt es genetische Faktoren, die Angst und Panikstörungen begünstigen?

Forscher gehen davon aus, dass genetische Faktoren eine eher untergeordnete Rolle spielen. Es gibt keine Beweise dafür, dass die Tendenz zu einer Angststörung in der DNA oder der Existenz von Krankheiten veranlagt ist. Dennoch ist es so, dass Kinder ein erhöhtes Risiko haben, wenn die Eltern ebenfalls erkrankt sind. Dies ist jedoch vor allem auf die daraus resultierenden Kindheitserfahrungen zurückzuführen. Wenn ein Elternteil an einer Angststörung leidet oder depressiv ist, wächst dieses Kind unter schwierigeren Bedingungen auf als ein Kind mit glücklichen, gesunden und zufriedenen Eltern. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit für negative Erfahrungen, die dann später der Grund für eine Panikstörung sein können.

Welche Lebensumstände begünstigen die Entstehung von Panikattacken?

Psychische Faktoren nehmen den grössten Einfluss auf die Entstehung einer derartigen Störung. Lebensumstände, die den Alltag erschweren und somit die psychische Stabilität eines Menschen gefährden, sind zum Beispiel:

  • Stress am Arbeitsplatz
  • finanzielle Sorgen
  • Probleme in der Beziehung
  • traumatische Erlebnisse
  • Verlust eines geliebten Menschen
  • das Ende einer Beziehung
  • Einsamkeit

Welche Kindheitserfahrungen spielen bei der Entstehung einer Panikstörung eine Rolle?

Neben den oben genannten Faktoren, die das Leben eines Erwachsenen erschweren können, liegen die Ursachen oft in einer traumatischen Kindheitserfahrung. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Scheidung der Eltern
  • Vernachlässigung in der Kindheit
  • körperlicher oder emotionaler Missbrauch
  • Mobbing-Erfahrungen
  • Trauerfall oder andere belastende Lebensereignisse

Dies sind nur einige Beispiele, die einem Kind in den jüngsten Jahren widerfahren können. Belastende Ereignisse in der Kindheit können auch im Erwachsenenalter eine Panikstörung oder eine Agoraphobie begünstigen, wenn sie im Laufe des Lebens nicht vollständig bewältigt und beispielsweise mithilfe einer Psychotherapie verarbeitet wurden.

Welche körperlichen Symptome spielen bei den Ursachen eine Rolle?

Auch körperliche Faktoren sind bei der Ermittlung der Ursachen zu betrachten. Schädliche Substanzen oder Probleme mit der körperlichen Gesundheit sind zwar in der Regel nicht der alleinige Auslöser für Panikattacken, können die Entstehung jedoch durchaus begünstigen. Dazu zählen insbesondere schädliche Substanzen wie Alkohol, Nikotin und Koffein.

Was kann eine akute Panikattacke auslösen?

Die Auslöser für eine akute Panikattacke können vielfältig sein. Manchmal sind es sogenannte Trigger, die einen akuten Anfall hervorrufen können. Wenn die Ursache beispielsweise in einem traumatischen Ereignis liegt, kann eine Situation, die die betroffene Person an dieses Ereignis erinnern, in deren Psyche eine Panikattacke bewirken. Manchmal kommen die Anfälle jedoch auch wie aus dem Nichts. Insbesondere beim erstmaligen Auftreten können sich die Betroffenen häufig nicht erklären, warum sie in einen derartigen Zustand der Angst geraten sind. Dies liegt daran, dass die meisten Prozesse auf der unbewussten Ebene ablaufen und die Betroffenen die Trigger nicht immer auf den ersten Blick erkennen können.

Wodurch werden Panikattacken aufrechterhalten?

Besonders problematisch ist oft nicht die Erkennung der Ursachen und Trigger, sondern das Aufrechterhalen einer Panikstörung. Jemand, der bereits eine Panikattacke erlitten hat, ist sich über das damit einhergehenden Unwohlseins bewusst. Sehr oft ist nicht die Angst vor einem bevorstehenden Ereignis, sondern die „Angst vor der Angst“ das entscheidende Problem. Diese Angst kann nicht nur die Panikattacke selbst auslösen, sondern auch verstärken und aufrechterhalten. Schon bei den ersten Anzeichen wie zum Beispiel einem leicht erhöhten Puls oder einer etwas schnelleren Atmung registriert der Patient, dass sich eine Panikattacke nähert. Dieses Wissen bereitet ihm Angst, wodurch sich die innere Angst verstärkt und in der Folge auch die körperlichen Symptome. Der Betroffene gerät in einen Teufelskreis der Psychosomatik.

Bei der Behandlung einer Panikstörung geht es deshalb meistens weniger darum, die Ursachen zu eliminieren. Die Vermeidung von angstauslösenden Alltagssituationen ist hier kein Ausweg. Vielmehr ist das Ziel, den Betroffenen bewusst zu machen, dass eine Panikattacke nichts Gefährliches ist. So lernen sie, die Angst vor der Angst nach und nach abzulegen. Gelingt dies, verschwinden oft auch die Panikattacken selbst. Mit zum Prozess gehört jedoch auch psychologische Arbeit wie das Aufarbeiten traumatischer Erlebnisse in einer Psychiatrie oder Psychotherapie, um die eigenen Lebensumstände und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Zu Beginn können zudem Medikamente die Behandlung unterstützen.

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