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Psychomotorik Therapie – wie das Kind lernt, sich und seine Umwelt besser zu verstehen

Psychomotorik Therapie – wie das Kind lernt, sich und seine Umwelt besser zu verstehen

Der Mensch ist in seinem Denken, Fühlen und Handeln sehr komplex und vielschichtig. Von klein auf bewegt er sich, erlebt und staunt, erspürt und ertastet, probiert und experimentiert. Dadurch lernt er, seine Umwelt und sich selbst zu begreifen und auch, sich in andere hineinzuversetzen. Entscheidend in diesem ganzen Prozess ist die Bewegung. Ein Konzept, das versucht, diesen besser zu verstehen, ist die Psychomotorik.

Was ist Psychomotorik?

Die Psychomotorik ist ein neurologisches Feld, der sich mit den Wechselwirkungen zwischen Fühlen, Denken, Wahrnehmen, Bewegen und Verhalten beschäftigt. Ihr zentraler Begriff ist die Bewegung. Sie beobachtet, welche Wirkung das Denken auf das Handeln hat oder wie die physische Bewegung durch die psychische Ebene beeinflusst wird.

Den Mittelpunkt der Psychomotorik bildet der menschliche und bewegte Körper. Zugleich verfolgt sie das Konzept, die gesamte Persönlichkeitsentwicklung mit einzubeziehen, darunter Erfahrungen und Erlebnisse, die Kommunikation, die Bewegung und das Begreifen bestimmter sozialer Verhaltensweisen wie Mitgefühl, Toleranz, Kooperation oder Rücksichtnahme. Motorische Auffälligkeiten entstehen beim Kind insbesondere, wenn psychische Störungen vorliegen. Daher gibt es Ansätze wie die Psychomotorik Therapie, um hirngeschädigte und bewegungsbeeinträchtigte Personen zu behandeln.

Was ist eine Psychomotorik Therapie?

Angesetzt wird eine Psychomotorik Therapie wahlweise zur Selbsthilfe oder wenn psychomotorische Störungen vorliegen. Darunter fallen Verhaltens- und Bewegungsauffälligkeiten, die sich in der Bewegung, Mimik, Gestik und Sprache äussern. Auch Stereotypien gehören dazu, etwa wenn sich ein Mensch über eine längere Zeit regelmässig wiederholt.

Eine Psychomotorik Therapie ist ausserdem dazu gedacht, Personen zu helfen, sich selbst und ihre Umwelt besser zu begreifen. So sollen Störungen reduziert und ein harmonisches inneres Gleichgewicht zwischen Körper und Geist erreicht werden. Eine Therapie wird frühzeitig angesetzt, meistens bereits im Kindesalter oder bei Jugendlichen. Sie fördert:

  • Selbstständigkeit
  • motorische Geschicklichkeit
  • Selbstvertrauen
  • soziale Kompetenz
  • Selbstständigkeit
  • Selbstkontrolle
  • Freude an der Bewegung

Wie fördert die Psychomotorik die geistigen und motorischen Eigenschaften beim Kind?

Die Psychomotorik steht für alles Geistig-Seelisch-Körperlich-Motorische. Gerade bei einem Kind hängen die emotionalen Erlebnisse und die Bewegung eng zusammen. Kinder zeichnen sich durch einen starken Bewegungsdrang aus, der sich mit dem Älterwerden verliert. Die Psychomotorik Therapie ist ganzheitlich angelegt und stellt das Kind in den Mittelpunkt. Dadurch ist es möglich, die gesamte Erfahrungswelt des Kindes zu erforschen. Die Bewegungsfreude fördert auch das Bedürfnis beim Kind, die eigenen Gefühle auszudrücken.

Hilfreich innerhalb der psychomotorischen Therapie sind Rollenspiele, die von Kindern besonders kreativ umgesetzt werden, da hier noch viel Phantasie im Spiel ist. Das Kind empfindet das spielerische Erlebnis als echt. Darüber lernt es zu begreifen, wie die Dinge zusammenhängen. Durch die Psychomotorik Therapie wird bei Kindern die Motorik, das Gleichgewicht, die Wahrnehmung und Sinneserfahrung, die Konzentration, Ausdauer und Koordination gefördert. Auch der angemessene Umgang mit anderen Kindern ist darin inbegriffen.

Wann hilft die Psychomotorik Therapie bei Jugendlichen?

Eine psychomotorische Therapie durch einen Psychomotoriktherapeuten ist für ein Kind, aber auch für Jugendliche und Erwachsene geeignet. Das ist immer dann der Fall, wenn emotionale und motorische Beschwerden, Beziehungsschwierigkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten vorliegen. Jugendliche erfahren den Wechsel von der Kindheit in die Pubertät häufig als irritierend. Das kann motorische Störungen oder ein körperlich-seelisches Ungleichgewicht verursachen. Innerhalb einer Psychomotorik Therapie geht es darum, das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken und das Körperbewusstsein zu verbessern. Jugendliche gehen aus der Therapie sicherer und als gestärkte Persönlichkeiten hervor.

Welche Schwierigkeiten können durch einen Psychomotoriktherapeuten behandelt werden?

Die Therapie konzentriert sich vor allem auf Schwierigkeiten, die motorisch bedingt sind, sowie auf dazugehörige körperliche Beschwerden. Oft treten motorische Schwierigkeiten im Zusammenhang mit kognitiven und emotionalen Problemen auf. Eine eingeschränkte Bewegung löst auch Wahrnehmungsprobleme oder psychosomatische Symptome aus. Das hat zur Folge, dass Betroffene in der Partnerschaft, im sozialen Umgang oder im Beruf Schwierigkeiten bekommen. Die Therapie ist daher eine Methode, die Persönlichkeitsentwicklung zu kontrollieren, um dadurch das innere Gleichgewicht zu stärken. Das geschieht über das Erlernen von Achtsamkeit und Aufmerksamkeit dem eigenen Körper gegenüber. Übungen helfen, das Selbstvertrauen zu verbessern.

Was ist Ziel der Psychomotorik und wie erfolgt die Abklärung innerhalb der Therapie?

Von einer Psychomotorik Therapie profitierst du, weil du lernst, Schwierigkeiten und die damit verbundenen Auswirkungen und Folgen auf körperlicher und emotionaler Ebene besser zu verstehen. Du entwickelst ein besseres Körperbewusstsein und erlernst gleichzeitig Techniken, die eine Verringerung von Beschwerden gestatten. Ziel ist immer, über bestimmte Bewegungserlebnisse die Persönlichkeit zu stabilisieren und so das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu fördern. Du erkennst motorische Schwächen besser und lernst, diese zu bewältigen und deine Umwelt bewusster wahrzunehmen. Kommunikation ist bei der Therapie übrigens genauso wichtig wie die Förderung der Bewegung. Die Abklärung der Beschwerden der Patienten erfolgt in der Schweiz beim Psychomotoriktherapeuten.

Welche Inhalte und Erfahrungen stehen bei der Psychomotorik im Vordergrund?

Der Psychomotoriktherapeut fördert die Gesundheit und ermöglicht auch eine genaue Diagnostik aller Störungen. Fachpersonen stehen für eine Beratung zur Verfügung, wenn Eltern Auffälligkeiten im Verhalten ihres Kindes entdecken. Die Förderung der Psychomotorik ist Teil der Heilpädagogik. Inhalte betreffen:

  • die Sozial-Erfahrung
  • die Material-Erfahrung
  • die Körper- und Bewegungserfahrung

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