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Schizophrenie Test: Antworten zu Anzeichen und Symptomen

Schizophrenie Test: Antworten zu Anzeichen und Symptomen

Bei Schizophrenie handelt es sich um eine Gruppe psychischer Erkrankungen, bei denen verschiedene Bereiche des menschlichen Empfindens und Verhaltens beeinträchtigt oder verändert sind. Auch wenn für eine Diagnosestellung eine gründliche psychiatrische Untersuchung stattfinden muss, können gewisse Anzeichen bereits auf eine beginnende Schizophrenie hinweisen und unter Umständen auch von einem Laien erkannt werden. Welche das sind und was genau Schizophrenie eigentlich ist, erfährst du hier.

Welche Formen der Schizophrenie werden unterschieden?

Zwar geht Schizophrenie fast immer mit einer gewissen Wahnhaftigkeit einher, doch kann sie sich in verschiedene Richtungen entwickeln. Aus diesem Grund unterscheidet man in der Psychiatrie unterschiedliche Subtypen von Schizophrenie. Unter anderem sind das:

  1. Paranoide Schizophrenie: Sie stellt die häufigste Form der Schizophrenie dar. Die Betroffenen leiden unter der irrationalen und wahnhaften Vorstellung, dass sie beobachtet, verfolgt oder überwacht werden. Damit einhergehende Symptome sind starkes Misstrauen und Angst. Oftmals hören die Patienten Stimmen oder werden von optischen Halluzinationen geplagt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Formen der Schizophrenie kommt es hier selten zu körperlichen Symptomen wie etwa zu Bewegungs-, oder Sprachstörungen.
  2. Hebephrene Schizophrenie: Menschen, die an einer hebephrenen Schizophrenie erkrankt sind, sind hauptsächlich in ihrem Gefühlsleben beeinträchtigt. Sie erleben eine deutliche Antriebsminderung sowie eine verzehrte emotionale Wahrnehmung der Realität. Für Aussenstehende wirkt ihr Verhalten oft merkwürdig, unvorhersehbar oder verantwortungslos. Die Patienten neigen dazu, sich sozial zu isolieren.
  3. Katatone Schizophrenie: Eine katatone Schizophrenie betrifft hauptsächlich die Bewegungsfähigkeit und Motorik einer Person. Es fällt den Betroffenen schwer, ihre Gliedmassen normal zu bewegen und sie geraten besonders in stressigen Situationen in eine Art Starre, aus der sie sich nicht befreien können. Darüber hinaus sind die Patienten oft zusätzlich von lebhaften Wahnvorstellungen, paranoiden Ideen und Zwangshaltungen getrieben.

Wann spricht man in der Psychiatrie von einer Psychose und wann Schizophrenie?

Psychosen sind eine übergeordnete Gruppe an Krankheitsbildern, zu denen auch die schizophrenen Erkrankungen gehören. Zu den Psychosen werden unter anderem auch verschiedene dissoziative Störungen oder affektive Störungen mit psychotischer Ausrichtung gezählt.

Welche Symptome und Anzeichen treten bei Betroffenen zuerst auf?

Schizophrene Patienten leiden oft unter einer Vielzahl von Symptomen, die unter anderem das Gefühlsleben, die Wahrnehmung, das Sozialleben und das Körperempfinden betreffen. Leidest du unter einem oder mehreren der folgenden Symptome, könnte das auf eine beginnende Schizophrenie hinweisen.

  • Ungewöhnliche Veränderung der Stimmungslage ohne erkennbaren Grund
  • Probleme, zielgerichtet zu denken oder Gesprächen zu folgen
  • Wiederkehrende Gefühle des Verfolgt- oder Überwachtwerdens
  • Veränderte Wahrnehmung des eigenen Körpers oder der Umwelt
  • Veränderte Sinneswahrnehmungen, beispielsweise bei Grössen, Farben oder Tönen
  • Verstärktes Misstrauen, Gefühl einer unsichtbaren Macht, die dich zu kontrollieren versucht
  • akustische oder optische Halluzinationen

Wichtig: Auch viele andere psychische oder körperliche Erkrankungen können diese Symptome auslösen. Eine Diagnosestellung kann nur durch einen Arzt erfolgen. Wende dich daher unbedingt an eine Beratungsstelle oder einen Facharzt aus der Nervenheilkunde, wenn du Fragen hast oder glaubst, dass du oder eine Person, die du kennst, an einer schizophrenen Störung leidet.

Wie sehen Behandlung und Therapie bei Schizophrenie aus?

Menschen, die unter Psychosen oder einer Form der Schizophrenie leiden, sind oft auf eine intensive Form der medikamentösen Therapie angewiesen. An Medikamenten werden oft verschiedene Neuroleptika eingesetzt, die die psychotischen Symptome lindern. Hinzu kommt in den meisten Fällen eine psychotherapeutische Gesprächstherapie oder Beratung, die das Ziel hat, die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen.

Wie wird die Diagnose Schizophrenie gestellt?

Zunächst muss ausgeschlossen werden, dass andere psychische Störungen wie beispielsweise Depressionen, Manien, Zwangsstörungen, Autismus oder bestimmte Persönlichkeitsstörungen vorliegen, die für die vorliegenden Symptome ursächlich sind. Aus demselben Grund erfolgt eine Untersuchung auf Stoffwechselstörungen, Epilepsie oder andere Erkrankungen des Gehirns. Weiterhin wird in der Schweiz der ICD-10-GM für eine Diagnosestellung verwendet. Dabei handelt es sich um ein Klassifizierungssystem der Weltgesundheitsorganisation, das verschiedene Kriterien für psychische Erkrankungen auflistet. Im ICD-10 sind neun Symptomgruppen aufgeführt, von denen eine Mindestzahl an Merkmalen auf eine Person zutreffen muss, damit er die Diagnose Schizophrenie erhält.

Welche Ursachen spielen eine Rolle bei der Entwicklung von Schizophrenie?

Man geht in der Psychiatrie von einem Zusammenspiel mehrerer auslösender Faktoren aus, die für die Entwicklung einer Schizophrenie verantwortlich sind. Dazu gehören:

  1. Erbliche Faktoren: Das Vorkommen von Schizophrenie ist in Familien höher, in denen es bereits Fälle von Schizophrenie gegeben hat. So erkranken etwa zwölf Prozent aller Kinder von Schizophrenie-Patienten ebenfalls an der Krankheit.
  2. Neurologische Faktoren: Es gibt mehrere Theorien, aber noch kein endgültiges Ergebnis darüber, ob eine Teilursache für Schizophrenie in der fehlerhaften Informationsverarbeitung des Gehirns zu finden ist. Wahrscheinlich spielt dabei vor allem der Botenstoff Dopamin eine Rolle.
  3. Umweltbedingungen: Plötzliche Lebensveränderungen, erlebte Traumata oder andere belastende Ereignisse können erfahrungsgemäss Schizophrenie-Symptome verstärken. Sie sind jedoch nach allgemeiner Meinung keine Ursache für die Entstehung der Krankheit.
  4. Chemische Substanzen: Der Konsum von bestimmten Drogen wie Ecstasy oder LSD lösen vorübergehende Symptome aus, wie sie auch bei der Schizophrenie vorkommen. Es wird angenommen, dass diese Drogen eine bereits bestehende Schizophrenie negativ beeinflussen oder sie zum Ausbruch bringen können, eine Ursächlichkeit wird jedoch ausgeschlossen.

Wie häufig tritt Schizophrenie in der Bevölkerung auf?

Etwa 0,5 Prozent aller Menschen erkranken im Laufe ihres Lebens an Schizophrenie. Dies betrifft in seltenen Fällen auch schon Personen im Kindesalter. Übrigens: Kulturelle Einflüsse oder geographische Gegebenheiten scheinen nach heutigem Kenntnisstand keine Rolle für die Häufigkeit zu spielen.

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