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Neuraltherapie – neuartig und wirkungsvoll gegen vielfältige Leiden

Die Neuraltherapie ist eine noch recht junge Behandlungsform. Die Patienten profitieren in vielfacher Hinsicht von der komplementärmedizinischen Behandlung nach Huneke. Verschiedene Arten von nervalbedingten Schmerzen werden mit Procain gelindert. Zahlreiche internationale Gesellschaften unterstützen diese Behandlungsmöglichkeit. Was mit Neuraltherapie genau gemeint ist und welche Erkrankungen damit geheilt werden können – über diese und weitere Themen kannst du dir auf unserer Anbieterplattform Informationen und Ratschläge holen. Insbesondere die Neuraltherapie, die bislang noch nicht allzu verbreitet ist, könnte für dich durchaus von Interesse sein. Mach dich sachkundig. Möglicherweise möchtest du diese Therapievariante einmal nutzen.

Was charakterisiert die Neuraltherapie nach Huneke?

Alternativ zur Schulmedizin werden immer mehr wissenschaftlich nicht in vollem Umfang anerkannte Behandlungen für die verschiedenartigsten Krankheitsbilder angeboten. Eine davon ist die schonende, sanfte Neuraltherapie. Sie wird der Komplementärmedizin zugeordnet. Kennzeichnend für die neuraltherapeutischen Anwendungen ist der Einsatz spezieller Wirkstoffe. Diese sind als Betäubungsmittel Procain und Lidocain auch in der Schulmedizin unverzichtbar. Derartige Lokalanästhetika werden lokal verabreicht. Zielstellung der Neuraltherapie am Patienten ist es, Beschwerden durch die Beeinflussung des vegetativen Nervensystems zu beheben. Alle auf Ganzheitlichkeit ausgerichteten Behandlungen der Neuraltherapie stützen sich auf zwei Grundpfeiler:

  • Segmenttherapie
  • Störfeldtherapie

Walter Huneke schuf gemeinsam mit seinem Bruder Ferdinand die Neuraltherapie auf der Grundlage folgender Wissensinhalte:

  • Jede Körperregion kann zu einem Störfeld werden.
  • Jede chronisch verlaufende Erkrankung kann durch ein zugehöriges Störfeld hervorgerufen werden.
  • Eine durch ein Störfeld ausgelöste Krankheit kann durch ein Betäubungsmittel aufgehoben werden.

Weltweit unterstützen mehrere Gesellschaften diese bewährte Vorgehensweise. Sie fördern ausserdem die Weiterentwicklung der von Huneke begründeten Verfahren und Leitsätze.

Welche Ärzte praktizieren die Neuraltherapie?

Vielleicht ist dir die Neuraltherapie sogar bei einem Arzt schon begegnet. Den meisten Menschen sind die Injektionen unter der Bezeichnung „quaddeln“ bereits geläufig. Neben den Heilpraktikern haben sich auch schon einige schulmedizinisch arbeitende Allgemeinmediziner, Neurologen und Orthopäden auf die Neuraltherapie spezialisiert. Sie therapieren ihre Patienten meist auch mit der Chiropraktik. Für beide Richtungen bedarf es einer zusätzlichen Weiterbildung.

Gegen welche Krankheiten empfehlen die Gesellschaften der Neural-Therapeuten das Lokalanästhetikum Procain?

Nach einer eingehenden Untersuchung der Patienten und der Diagnosestellung ist die Neuraltherapie hauptsächlich bei Krankheiten mit einem chronischen Verlauf sinnvoll. Leidest du beispielsweise unter ständig wiederkehrenden Leiden wie:

  1. chronische Rücken-, Nacken- und Kopfschmerzen
  2. Allergien
  3. Depressionen, Burn-out
  4. Hormonschwankungen
  5. Erkrankungen der Gelenke
  6. Störungen der Organfunktion ohne klare Ursachen (Reizdarm, nervöser Magen)
  7. Neuralgien (Nervenschmerzen) wie Migräne oder Trigeminusneuralgie
  8. Störungen der Durchblutung
  9. Schmerzen im Bewegungsapparat nach Operationen oder Unfällen

wäre eine Neuraltherapie für dich eine Alternative zur Schulmedizin.

Wie werden Schmerzen durch die Neuraltherapie behoben?

Bevor du dich einer Neuraltherapie unterziehst, werden alle Gegenanzeigen geprüft. Risiken werden von vornherein ausgeschlossen. Die erste Sitzung beinhaltet neben der Anamnese:

  • Aufspüren der schmerzhaften Bereiche (Störfelder) durch Tasten
  • Injektion des Betäubungsmittels (Lidocain oder Procain) an einen Ort unter die Haut als lokale Therapie
  • Injektion in die Umgebung des Störfelds (in ein Körperteil) als Segmenttherapie

Der Neuraltherapeut wählt entweder tiefe oder oberflächliche Schichten aus. Bei der lokalen Einspritzung wird das Procain unmittelbar unter das schmerzhafte Areal eingebracht (örtlich begrenzt). Ist eine Segmenttherapie heilsamer, erfolgt diese durch eine Injektion in den zum jeweiligen Störfeld gehörigen Körperteil. Infolge dessen bilden sich Bläschen oder Quaddeln. Die Injektionen reizen die zu jedem Organ gehörigen Segmente. Sie liegen auf den sogenannten Headzonen (Oberfläche des Körpers). Die erkrankten Organe werden praktisch über die Injektionen angesprochen. Das führt zur Anregung deiner Selbstheilungskräfte.

Der Neuraltherapeut wird dich zu mehreren Sitzungen einladen, bis die Symptome verschwunden sind.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Störfelder?

Die Injektionen sind darauf ausgerichtet, gezielt Störfelder (erkrankte Organe) auszuschalten. Es wird angenommen, das sich fast 75 Prozent dieser Areale am Kopf befinden. Bedeutsam sind vorrangig folgende Störfelder:

  • Zähne, Kiefer
  • Nase
  • Ohren
  • Rachenraum

Darüber hinaus werden in der Neuraltherapie weitere Störfelder betrachtet. Darunter fallen beispielsweise Beschwerden an folgenden Organen oder Organsystemen:

  • Magen-Darm-Trakt
  • Lunge
  • Extremitäten
  • Oberbauch
  • Rücken

Wendest du dich vertrauensvoll an einen Neural-Therapeuten, dann werden Lokalanästhetika zum Ausschalten von Schmerzen durch Störfelder eingesetzt. Durch Lokalanästhetika in der Neuraltherapie werden die Auslöser deiner Krankheitsanzeichen erkannt und geheilt.

Welche Vorteile und Nachteile hat die Neuraltherapie für die Patienten?

Ein enormer Vorzug der Neuraltherapie ist das Fehlen unangenehmer Nach- und Nebenwirkungen. Da der Neural-Therapeut eine exakte Kenntnis der anatomischen Strukturen hat, ist eine unsachgemässe Vorgehensweise so gut wie ausgeschlossen. Allerdings solltest du beachten, dass Komplikationen auftreten können. Aus diesem Grund ist eine umfassende Krankheitserhebung mit deinen wahrheitsgemässen Angaben obligatorisch. Hast du Kenntnis von

  1. einer Blutgerinnungsstörung
  2. entzündlichen Prozessen deiner Haut
  3. einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

dann musst du diese Auffälligkeiten dem Behandler unbedingt mitteilen.

Tut das Verfahren der Neuraltherapie weh?

Mit Sicherheit wirst du etwas von den Einstichen mitbekommen. Die Behandler arbeiten mit extrem dünnen Kanülen. Ein Injektionsschmerz ist nur in der jeweiligen Situation vorhanden und daher nur kurzzeitig. Erstaunlicherweise klagen Patienten bei einer Neuraltherapie kaum über Schmerzen. Sie wird teilweise sogar als angenehm empfunden.