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Psychokinesiologie – der Körper weist den Weg zu verdrängten Traumata

Psychokinesiologie – der Körper weist den Weg zu verdrängten Traumata

Die Psychokinesiologie sieht die Ursachen von seelischen und physischen Beschwerden in ungelösten Konflikten und Traumata. Um diese aus den Tiefen des Unbewussten ins Bewusstsein zu befördern, befragt der Therapeut den Körper des Patienten. Er beobachtet die Muskelspannung in Reaktion auf gezielte Fragen und tastet sich so zum Auslöser der Beschwerden vor. Eine Auflösung der seelischen Spannungen erfolgt durch Erinnerung, Entkopplung und diverse Techniken wie die EMDR-Methode. Zu den Grundlagen der Psychokinesiologie gehört auch eine Verknüpfung zwischen Organen und seelischen Beschwerden, die sich psychosomatisch manifestieren. Die Methode ist in der Neurobiologie noch nicht wissenschaftlich fundiert, kann jedoch bei seelischen Beschwerden unterstützen.

Was ist Psychokinesiologie?

Die Psychokinesiologie ist eine heilkundliche Methode, die eine psychologische Behandlung mit Körperarbeit verknüpft. Das Ziel der Technik besteht darin, unbewusste vergangene Konflikte oder Spannungssituationen der Seele ins Bewusstsein zu holen. Die Personen leiden etwa an Überempfindlichkeit in bestimmten Situationen, ohne die Gründe für ihr eigenes Verhalten zu kennen. Neben seelischen Beschwerden und deren Ursachen eignet sich die Psychokinesiologie auch, um physische Krankheiten zu diagnostizieren. So kommt die Technik zum Beispiel bei der Diagnose von Allergien, Unverträglichkeiten oder anderen physischen Beschwerden zum Einsatz.

Welche Idee steckt hinter der Methode der Psychokinesiologie?

Die Vorannahme der Psychokinesiologie besteht darin, dass all unsere vergangenen Erlebnisse, auch die aus der Kindheit, im Unterbewussten abgespeichert sind. Im Verlauf der Zeit erfahren alle Menschen mehr oder weniger stressige oder sogar traumatische Situationen. Häufig kommt es vor, dass wir die negativen Emotionen im Moment ihrer Entstehung nicht angemessen ausdrücken oder wahrnehmen können. Sie gelangen also nicht an die Oberfläche und bleiben stattdessen ungelöst im Unterbewussten bestehen. Die Folge ist auffälliges Verhalten in Situationen, die unbewusst an das ursprüngliche Trauma erinnern. Auch physische Beschwerden können aus den ungelösten Spannungen resultieren. Der Inhalt und die Schwere des initialen Konflikts entscheiden über die spätere Krankheit sowie deren Ausprägung. Die Psychokinesiologie ordnet emotionale Beschwerden bestimmten Organen zu.

Wie schafft die Psychokinesiologie Zugang zum Unterbewusstsein?

Die Psychokinesiologie hat das Ziel, die leid- und krankheitsverursachenden ungelösten Spannungen aus dem Unterbewussten ins Bewusstsein zu holen und sie dadurch aufzulösen. Nimmst du an einer psychokinesiologischen Therapie teil, unterstützt dich der Therapeut dabei, dich an deine früheren Traumata und Stresssituationen zu erinnern. Da viele unserer ungelösten traumatischen Erfahrungen in der Kindheit geschahen, ist eine Erinnerung besonders schwierig. Der Therapeut testet jedoch unsere Reaktion auf verschiedene Fragen und Reize und hilft somit unserem Gedächtnis. Sobald der ursprüngliche Auslöser entdeckt ist, beispielsweise eine Schelte in der Kindheit oder der negative Gefühlsausbruch eines Elternteils, verspürt der Patient intensive Emotionen. Diese Gefühle entsprechen denen, die er in der früheren Situation nicht fühlen oder zulassen konnte.

Wie erfolgt der Muskeltest bei der Psychokinesiologie?

Das wichtigste Therapieinstrument der Psychokinesiologie ist der Muskeltest. Therapeuten nutzen meist deinen Arm, um den Körper zu unbewussten Inhalten zu befragen. Doch auch andere Muskelgruppen kommen manchmal zum Einsatz. Während des Muskeltests liegst oder stehst du. Der Therapeut stellt Fragen an dein Unterbewusstsein und achtet genauestens auf die Reaktion deiner Muskeln. Beantwortet dein Unterbewusstes die Frage mit „Ja“, so wird der Muskel stark und angespannt. Lautet die Antwort des Unterbewusstseins „Nein“, so wird der Muskel schwach. Dadurch tastet sich der Therapeut allmählich zu den entscheidenden Antworten und Auslösern der Beschwerden vor.

Wie hilft Psychokinesiologie bei der Diagnose?

Ziel der Therapieform ist es, die seelische Ursache von Beschwerden zu finden, zu diagnostizieren und aufzulösen. Mittels Beobachtung der Muskelspannung diagnostiziert der Therapeut das zugrunde liegende Problem. In manchen Fällen kann die Psychokinesiologie schneller zu einer Diagnose gelangen als eine klassische Psychotherapie oder -analyse. Denn die Muskeltechnik ermöglicht dem Therapeuten direkte Kommunikation mit dem Unterbewussten, ohne Einmischung des Verstandes. Ein offener Umgang mit den aufkommenden Erinnerungen und Emotionen ist essenziell für den Diagnose- und Behandlungserfolg. Dabei spielt das menschliche Vertrauen zum Therapeuten und dessen Professionalität eine grosse Rolle.

Wie hilft Psychokinesiologie bei der Therapie?

Die Psychokinesiologie verfolgt einen eigenen Behandlungsansatz, nämlich den der Entkopplung. Nachdem die Muskeltechnik den ursprünglichen seelischen Konflikt identifiziert und sich der Betroffene daran erinnert hat, muss er das Problem vom Nervensystem entkoppeln. Dazu stehen verschiedene Techniken zur Auswahl, etwa

  • das EMDR-Verfahren,
  • die Verwendung von Farbbrillen für Emotionen,
  • Akupunktur.

Zur Behandlung physischer Beschwerden kommen manchmal homöopathische Mittel zum Einsatz. Prinzipiell soll jedoch die Technik der Entkopplung die Gesundheit verbessern.

Welche ungelösten Konflikte kann Psychokinesiologie aufdecken?

Die Psychokinesiologie findet ganz verschiedene Konfliktgründe im Unterbewussten der Betroffenen. Viele dieser stressbeladenen Ereignisse liegen in der Kindheit, manche ereignen sich jedoch auch im Erwachsenenalter. Traumata können etwa durch die Scheidung der Eltern, das Miterleben von Unfällen, den Tod einer geliebten Person oder Missbrauchserfahrungen entstehen. Doch auch Erfahrungen, die auf den ersten Blick weniger problematisch erscheinen, können die Ursache sein. So entwickeln manche Patienten Beschwerden durch die Geburt von Geschwisterkindern, den Wechsel der Schule oder den Umzug an einen anderen Ort während ihrer Kindheit.

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