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Was tun bei Burnout und Erschöpfungsdepression?

Was tun bei Burnout und Erschöpfungsdepression?

Was tun bei Burnout – diese Frage stellen sich viele Menschen, die täglich unter immensem Stress leiden. Sowohl die Symptome als auch die Behandlung sind zwar individuell ganz unterschiedlich. Dennoch gibt es mehrere Gemeinsamkeiten, deren Verständnis ein erster Schritt zur Linderung der Beschwerden ist. Lerne in unserem FAQ die wichtigsten Ansätze zu einer psychotherapeutischen Lösung kennen. Hier erhältst du zahlreiche Tipps und wissenswerte Informationen, die dir helfen, der Entstehung einer Erschöpfungsdepressionen und eines Burnouts vorzubeugen. Mit deren richtiger Umsetzung und einigen einfachen Veränderungen deiner Lebensweise verhinderst du vielleicht, dass aus einem Burnout eine richtige Depression wird.

Ist Burnout dasselbe wie Erschöpfungsdpression?

Bei der Erschöpfungsdepression (Fatigue) handelt es sich in der Regel um einen wiederkehrenden, dauerhaft anhaltenden Zustand. Deshalb diese Erkrankung auch als chronisches Erschöpfungssyndrom bekannt. Kommt der Burnout (wörtlich ein „Sich-ausgebrannt-Fühlen") hinzu, dann kann daraus ein Erschöpfungssyndrom resultieren. Dabei ist wichtig: Burnout ist keine Erkrankung im eigentlichen medizinischen Verständnis, sondern eine Reaktion der Psyche auf eine anhaltende Überbelastung. Das chronische Erschöpfungssyndrom hingegen ist:

  • eine Krankheit
  • ein Zusammentreffen einer Fülle an Beschwerden (deshalb die Bezeichnung „Syndrom“)
  • ein Anhalten von physischen Beeinträchtigungen über mindestens sechs Monate
  • ein zeitgleiches Vorkommen von mindestens vier Krankheitsfaktoren

Die Auslöser der Erschöpfungsdepression sind überwiegend körperlichen Ursprungs. Hervorgerufen wird das Erschöpfungssyndrom beispielsweise durch:

  1. Nachlassen der Immunabwehr
  2. Störungen des Hormonhaushaltes
  3. Krankheitserreger (Giftstoffe, virale Erreger)
  4. traumatisierende psychische Erlebnisse

Diese Punkte beziehen sich auf deine Fähigkeit, Krankheiten abzuwehren. Kommen belastende Stressfaktoren hinzu, kann sich aus einem vorübergehenden Burnout eine chronische Erschöpfungsdepression entwickeln.

Welche Symptome treten bei einem Burnout mit Neigung zur Erschöpfungsdepression auf?

Übe Achtsamkeit und lerne die Signale deines Körpers kennen. Nimmst du mehrere dieser Symptome gleichzeitig wahr, besteht die Möglichkeit einer angehenden Erschöpfungsdepression:

  • Schmerzen (Hals, Gelenke, Muskeln, Kopf)
  • Migräne
  • Schlaf ohne Erholungseffekt
  • Einschlaf- und Durchschlafstörungen
  • grippeähnliche Beschwerden
  • reduziertes Kurz- und Langzeitgedächtnis
  • massive Erschöpfung schon nach kurzer Anstrengung
  • im Extremfall Infragestellen des Selbstwerts und sogar des eigenen Lebens

Beachte bitte, dass das nur eine kleine Auswahl der bedeutsamsten Symptome ist. Einige Anzeichen können stärker oder schwächer auftreten. Damit ein Burnout nicht zu einer Erschöpfungsdepression wird, sind folgende Tipps hilfreich:

  1. Nimm die Krankheitsanzeichen ernst und lass sie von einem Therapeuten abklären.
  2. Ignoriere sie nicht, sonst kippt ein Burnout schnell in eine chronische Erschöpfungsdepression. Deren Folgen sind unter Umständen lebensgefährlich.
  3. Beschäftige dich mit den Symptomen der Depression.
  4. Beobachte dich selbst gut.

Menschen mit einer unbehandelten Depression – und dies gilt auch für Erschöpfungsdepression – können im schlimmsten Fall suizidgefährdet werden.

Welche Tipps sind sinnvoll, um Burnout vorzubeugen?

  • Nimm Warnhinweise deines Körpers bewusst wahr!
  • Such dir einen entspannenden Ausgleich zu stressigen Aufgaben!
  • Lerne, Grenzen zu setzen, wenn du merkst, dass du ausgelastet bist!
  • Entdecke deine eigenen physischen und psychischen Grenzen!
  • Nutze professionelle Hilfe!

Bekommen alle Menschen einen Burnout oder eine Erschöpfungsdepression?

Nein. Das hängt immer von der eigenen Konstitution und dem Umgang mit belastenden Umständen ab. Auch die aktuelle Situation beeinflusst die Entstehung eines Burnouts und einer Erschöpfungsdepression.

Welche Arten der Behandlung sind bei Burnout möglich?

Liegt ein Burnout vor, ist eine umfassende Behandlung unumgänglich, um ein Abgleiten in eine Depression zu vermeiden. Zu den therapeutischen Schritten können eine ganze Reihe von Massnahmen gehören, unter anderem:

  • Analyse der Ursachen
  • Erkennung der negativen Stressoren
  • Entwicklung und Anwendung von Strategien zur Reduzierung der Stressfaktoren
  • kognitive Verhaltenstherapie
  • Durchführen von Entspannungstechniken
  • Erhöhung körperlicher Aktivitäten, Sport
  • Erlernen von neuen Denkweisen und bezüglich der eigenen Lebensgestaltung
  • Behandlung seelischer Traumata

Je nach Ausprägung des Burnouts und genauer Diagnose gibt es die Wahl zwischen kurz- und langfristigen Therapien. Unabhängig von ihrer Dauer sollte sie immer in den Alltag integriert werden.

Welche Bedeutung hat Stress in Bezug auf einen Burnout?

Stress und Überforderung sind die Hauptverursacher des Burnouts. Stehst du unter hoher Belastung, reagiert dein Körper mit einer über das gesunde Mass hinausreichenden seelischen und körperlichen Anspannung. Stress ist eine Belastung, die verschiedene organische Reaktionen nach sich zieht. Ist der Stress dauerhaft zu hoch, schädigt das deine Gesundheit. Eine mögliche Folge ist dann ein Burnout.

Was ist eine Psychotherapie?

Eine psychotherapeutische Behandlung ist für Betroffene hilfreich, bei denen eine seelische Erkrankung diagnostiziert wurde. Zu diesen gehört auch die Erschöpfungsdepression. Heute hat sich auch endlich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es kein Makel ist, wenn man sich in eine psychotherapeutische Behandlung und zu einem Psychologen begibt. Das gilt auch für dich. Vielmehr zeigst du damit menschliche Reife sowie Verantwortung gegenüber dir selbst und deinen Angehörigen. Vor allem gilt: Warte nicht erst, bis dein Leidensdruck zu gross wird. Je früher du eine therapeutische Institution aufsuchst, desto besser kann dir geholfen werden. Damit verbesserst du deine Heilungschancen, erhältst zeitnah psychotherapeutische Hilfestellung und erlernst, negative Sichtweisen zu hinterfragen, die dir das Leben privat und bei der Arbeit schwer machen.

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